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INES DOUJAK Biopiraterie Deutsch/Englisch, ca. 160 S., 19,2 x 14,8 cm, zahlreiche Abb. in Farbe, broschiert € 19,00
[A] In einem Beet auf wackeligen Beinen präsentierte Ines Doujak eine kleine Naturlandschaft bei der documenta 12 in Kassel. Viele bunte collagierte Samentüten stecken darin und sind Gegenstand von Doujaks Siegesgärten, die die neokoloniale Praktik der "inneren Landnahme" - nach der "äußeren Landnahme" des Kolonialismus - untersuchen: Die ästhetische wie ethische "Vielfalt des Lebens" wird zu einem Faktor der ökonomischen Wertschöpfung und die Kapitalisierung wirkt sich zerstörerisch auf die lokalen Gemeinschaften aus. "Biopiraterie/äußere
und innere Landnahme" ist das große Thema: "Die
Aneignung von Natur und das Wissen um deren Nutzung werden gegenwärtig
durch transnationale Konzerne betrieben" - und zwar ohne Zustimmung
und finanzielle Entschädigung. Marktwirtschaftliche Interessen
lassen das nicht zu. Auch die botanischen Gärten arbeiten mit
Ressourcen und machen sie zu kommerziellen Zwecken nutzbar. Der
erste teilweise patentierte Mensch hat genauso wenig Rechte auf
Gewinnbeteiligung.
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