MANFRED WAKOLBINGER
Bottomtime
Hg. Museum für Angewandte Kunst, MAK Wien
Erscheint als begleitende
Publikation zu einer Einzelausstellung des Künstlers im Museum
für Angewandte Kunst, MAK Wien.
180 Seiten, 200
Farbabbildungen, deutsch / englisch, 29 x 32 cm, kartoniert
Vorwort: Peter Noever;
mit Texten von David Espinosa und Elisabeth Schlebrügge
Januar 2004
ISBN 3-85160-032-0
€ 39,10 [A]
€ 38,00 [D]
Seit zehn Jahren
arbeitet der österreichische Bildhauer Manfred Wakolbinger auch
als Unterwasserfotograf, im Indischen Ozean, in den südostasiatischen
Meeren und im Pazifik. Auch dort ist er als bildender Künstler
am Werk, mit seinem untrüglichen Blick für Volumen, Raum,
Material und Farbe.
Wakolbinger schafft Bilder von Tieren und Organismen - Fischen, Krebsen
und kleineren Meerestieren, die das Meer "close to the surface"
bevölkern - in ihrer nächsten Umwelt, in ihren Verhältnissen
perfekter, aber auch hybrid und grotesk erscheinender Anpassung und
Ergänzung. Er erfasst sie auf gleicher Höhe.
Wakolbinger sucht immer wieder nach den Übergängen von unbelebten
Strukturen zu belebten Organismen, dem diffusen Bereich der untermeerischen
Fauna, in dem sich Geschlecht und Singularität gerade erst auszudifferenzieren
beginnen. Übersetzt man aber diese im submarinen Mikrokosmos schwebende
Position des Künstlers in Kategorien des sozialen Lebens, wird
das Anti-Pathos des Künstlers deutlich: indem er versteht und zeigt,
dass es Kooperationen und Kohabitationen, Grenzüberschreitungen,
Vermischungen, Parasitismus, Improvisation, Rollenspiel, mimetisches
Talent und Erfindungsgabe dieser Lebewesen sind, die das Milieu, das
gleich unter der Wasseroberfläche beginnt, beleben und seinen Reichtum
ausmachen.
BOTTOMTIME (Grundzeit)
bezeichnet in der Taucherterminologie jenen Teil der Tauchzeit, der
vom Beginn des Abtauchens bis zum Beginn des Aufstiegs dauert.








